Technischer Ausschuss gibt grünes Licht für die Straßenbaumaßnahmen Bahnhofstraße, 2. Bauabschnitt, und Pfarrstraße, Bauabschnitt 4b
Am 15. Juli 2010 soll der Baubeginn in der Bahnhofstraße und vier Tage später in der Pfarrstraße sein.
Erst kürzlich wurde der erste Bauabschnitt in der Bahnhofstraße für den Fuß- und Fahrverkehr freigegeben. Mittlerweile schon wieder Normalität in unserer kurzlebigen Zeit. Nur die Anwohner wissen noch genau wie es vorher aussah. Viele erinnern sich nicht mehr an die „fußbrecherischen“ Gehwehplatten auf den Fußwegen oder die unschönen Baumscheiben rechts und links der Bahnhofstraße.
Anders als im ersten Bauabschnitt, erfolgt im zweiten Teil, der von der August-Bebel-Straße bis zur Goethestraße reicht, ein grundhafter Ausbau der Straße. Nach dem Einbau von Frostschutz und Straßenbauuntermaterial erhält die Fahrbahn eine 6 Meter Breite und 18 cm dicke Asphaltdeckschicht und Asphalttragschicht und wird mit Rundborden aus Granit eingefasst. Beidseitig schließen sich asphaltierte Stellflächen mit Senkrechtaufstellung an, die durch Baumscheiben der anstehenden Bäume unterbrochen werden. Als Abgrenzung der Stellflächen zum Fußweg wird ein Berliner Bord mit einer Anschlaghöhe von 5 bis 10 cm eingebaut. Die wechselnde Anschlaghöhe entsteht durch die vor dem Bord verlaufende Pendelrinne. Durch den breiteren Abstand zwischen den Häuserfronten in diesem Teil der Bahnhofstraße als im ersten Bauabschnitt, ist es möglich bei Einhaltung der Regeln des Straßenbaus beidseitig rechtwinklige Parkstellflächen anzuordnen. Dadurch entstehen insgesamt 43 Stellplätze.
Die beidseitigen Gehwege sind drei Meter breit und werden mit Betonrechteckpflaster, im Aussehen wie im vorderen Teil der Bahnhofstraße, befestigt. Das Oberflächenwasser wird über eine Pflasterrinne aus Naturstein beidseitig abgeführt. Eine neue Straßenbeleuchtung rundet das Gesamtbild ab.
Vom Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland wird auf einer Länge von 120 Meter, bis 25 Meter nach der Kreuzung Goethestraße, der Mischwasserkanal ausgewechselt. Er behält seine Trasse und die Hausanschlüsse werden je nach Zustand ausgewechselt. Vom Versorgungs-träger erfolgt auch eine Rohrnetzauswechslung des Trinkwassers. Die neue Trasse verläuft dann im Straßenkörper. Ausgewechselt wird auch das Erdgasleitungsnetz und die envia Verteilnetz GmbH führt eine Ortsnetzreko durch.
Die Kosten der Straßenbaumaßnahme belaufen sich auf rund 200 000 Euro. Das Bauvorhaben wird mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" gefördert. Ausführende Firma ist die UTR GmbH aus Schönbrunn. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für den 15. November 2010 vorgesehen.
In der Pfarrstraße erfolgt ab der Gaststätte „Eiche“ in Richtung Oststraße bis an die Anbindung des neuen Kreisverkehrs auf rund 70 Meter Länge ein grundhafter Ausbau der Straße.
Natürlich nutzen in diesem Zusammenhang auch die Versorgungsträger die Gelegenheit zur Erneuerung ihrer Anlagen. Es erfolgen in diesem Bauabschnitt die Auswechslung der Trinkwasserleitungen, einschließlich alter Hausanschlüsse, der Einbau eines neuen Mischwasserkanals, die Rohrnetzauswechslung Erdgas und die Ortsnetzrekonstruktion der Elektroenergie. Zur Baufeldfreimachung wird ein Teil des Mischwasserkanals umverlegt. Zwischen der Fahrbahn und den Randbereichen wird ein Granitbord eingebaut, der an den Grundstückseinfahrten abgesenkt ist. Die Oberflächenentwässerung erfolgt über eine einseitige Natur-steinpflasterrinne.
Abgeschlossen wird die Straße mit einer 14 cm dicken Asphaltdeckschicht und Asphalttragschicht. Die Kosten der Straßenbaumaßnahme belaufen sich auf rund 46 000 Euro. Davon sind 50 % zuwendungsfähig, da es sich um eine Maßnahme außerhalb des Sanierungsgebietes handelt. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma „bickardt bau thüringen gmbh“ aus Meerane. Es erfolgt auch eine Neuinstallation der Straßenbeleuchtung. Die Fertigstellung ist für den 15. Oktober 2010 vorgesehen.
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